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Mittwoch, den 31. Dezember 2008
Rückblick:Selbst die Finnen pilgern zu Lenk
Bodman-Ludwigshafen (li). Der Bodmaner Bildhauer Peter Lenk wurde von der Reaktion auf sein Tripthychon am Ludwigshafener Zollhaus überollt. Im Gespräch mit dem WOCHENBLATT resümierte er jetzt, er habe offenbar den Nerv der Menschen nicht nur in Deutschland getroffen. Langsam dämmere es den Leuten, "dass sie alle das gleiche Gesindel im Land über sich haben." Lenk hatte die Banken-und Konzernbosse als Abzocker wahrlich bloßgestellt. Während seines Urlaubs auf Elba fragte die ZDF-Heute-Redaktion bei ihm an, ob sie einen Originalbeitrag von ihm ins Internet stellen dürften. Mit einem Ackermann-Bild wurde es getan. Vier Tage später habe sich Ackermann geziert, staatliche Hilfen im Banken-Skandal anzunehmen. Der Volltreffer von Ludwigshafen zog sogar ein Journalisten-Team aus Finnland an den Bodensee. In Korea, der Türkei, in Italien und Frankreich beschäftigten sich die Gazetten mit Lenk und seinen karikierten Zeitgenossen. Dass Angela Merkel heimlich in Ludwigshafen war, glaubt er nicht: "Offiziell darf Frau Merkel ja nicht einmal lachen." Im Ländle hat sich just der Staatsanzeiger mit der Frage politischer Kunst auseinandergesetzt. Die sei bis auf einen Peter Lenk aus Bodman auf dem Rückzug. Und der sei ja auch ein Exot in der Kunstszene. Der "Exot" hat seinen nächsten Streich in Berlin vor. Da werde er sich nicht die Politik sondern einen anderen etablierten Verein vornehmen, verrät er im Gespräch mit dem WOCHENBLATT. Aber mehr nicht. Vielleicht kann er den Überraschungseffekt aus Ludwigshafen wiederholen.
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