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Mittwoch, den 31. Dezember 2008
Kreis finanziell handlungsfähig
Kreis Konstanz (li). Für das Jahr stehen gleich zwei Haushaltsberatungen mit einem einzigen Hebesteuersatz für die Kreisumlage: 32,4 Prozent. Im Januar 2008 wurde das Ergebnis im Kreistag fast schon gefeiert, denn mit einer Senkung um 4,6 Prozentpunkte konnten die Gemeinden wieder aufatmen. Und der Kreis zeigte seinerseits auch, dass er handlungsfähig ist. Mit rund sieben Millionen Euro kaufte er dem Land das Radolfzeller Behördenzentrum ab. Das WOCHENBLATT schrieb damals, das habe man fast schon wie aus der Portokasse bezahlt. Landrat Frank Hämmerle will es für 2009 bei der gleichen Kreisumlage belassen, zumal sich die gewonnene Steuerkraft in Zukunft wieder in verstärken Abzügen durch Umlagen niederschlagen wird. Bei gleicher Kreisumlage würde er 11,3 Millionen Euro mehr in seiner Kasse haben. Doch die rechnet Dezernent Berthold Restle fast auf Null herunter. Das Berufsschulzentrum am Metzgerwaidring in Radolfzell soll erneuert werden. Zudem werden die Soziallasten wieder steigen. Hämmerle ist mit sich und der Welt weiter zufrieden: Mit Böblingen war der Kreis Konstanz Schlußlicht unter den Kreisen im Land, wenn es um die Finanzkraft ging. Heute ist Konstanz 15. unter 36 Landkreisen. Für Hämmerle kann dieser Erfolg nicht zu oft publiziert werden. Das schrieb er der Journaille bei seiner Haushaltspressekonferenz ins Stammbuch. Da folgen wir ihm gerne, doch seine gewünschte Kreisumlage wird er in dieser Höhe nicht durchsetzen können, denn die Gemeinden wissen auch, dass dies die letzte große Geldverteilung auf Jahre sein wird.
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