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Mittwoch, den 24. Dezember 2008
Harte Stromer
Zum Streitpunkt droht ein kleine Ökonomiegebäude in der Obergailinger Straße bei Gailingen zu werden. Dort gibt es eine 83-jährige Bewohnerin, die in dem Anwesen noch immer einen ganz kleinen Hühnerstall betreibt. Morgens und Abends geht sie auch heute noch zum Stall um das Geflügel zu füttern. Und dafür braucht sie, vor allem im Winter ein wenig Licht. Bisher kam man hier mit einer Rechnung von 36 Euro im Jahr aus, zumindest hatte der Sohn, Werner Duttle aus Rielasingen, diesen Betrag noch im vergangen Jahr bezahlt. Angesichts des Geringen Stromverbrauchs auch logisch. Das Elektrizitätswerk des Kanton Schaffhausen war offensichtlich der Meinung, dass man Jahresrechnungen mit derart geringen Beträgen künftig nicht mehr verschicken kann. Also kam für dieses Jahr eine Rechnung von brutto 97,40 Euro ins Haus. In der Rechnung wird nun Grundpreis fürs Netz und ein Grundpreis Strom (alleine 41 Euro) aufgeführt, es gibt einen Messpreis und einen Abrechnungspreis, der selbst dann ganze 12 Euro ausmacht. Solche Rechnungen sind tatsächlich ein Hohn für jeden gesund denkenden Menschen. Deshalb hat Sohn Werne Duttle die Rechnung auch erst mal nicht bezahlt. Nun droht die Stromabschaltung. Das EKS begründet die Kostenexplosion in dieser Rechnung mit Grund- und Messpreis, der künftig für alle Kunden fällig ist, unabhängig vom Stromverbrauch. Schließlich seien die Verwaltungskosten bei allen Kunden die gleichen. Bei der Mutter von Werner Duttle beträgt der eigentliche Strompreis gerade mal 13 Prozent des Endpreises. Das ist ein Härtefall. Oliver Fiedler 
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