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* Mittwoch, den 31. Dezember 2008

Rückblick: Streit um Strandbad

Diverse Varianten für "Schlammloch"

Moos (pud). "An Pfingsten soll es losgehen", ist der Mooser Bürgermeister Peter Kessler zuversichtlich. Eine frühere Eröffnung des neuen Familien- und Freizeitbads in Moos rechtzeitig zum Saisonstart hält er für "mutig". Denn man ist im Zeitplan leicht hintendran. Erst im November, also etwa vier Wochen später als geplant, konnten die Altbauten abgerissen werden. Es bestand sogar die Befürchtung, dass die Bauarbeiten dieses Jahr nicht mehr hätten erfolgen können. Der Grund lag am NABU. Die Naturschützer hatten Einspruch gegen die Parkplatzerweiterung bis vor das Bad eingelegt. Sie zogen dann doch ihr Veto zurück, weil die Gemeinde einige Zugeständnisse machte: So wird unter anderem ein Acker zu einer Wiese umwandelt. Diverse Einwände gab es bereits von Anfang an. Teile des Gemeinderats sprachen sich deutlich gegen ein neues Bad aus, weil das Ufer als Moor bekannt ist und kaum ein Badegast kommt. Auch die Lösung, um ohne schlammige Füße in den See zu gelangen, nämlich ein rund 70 Meter langer Steg, lehnten einige ab. Selbst nach dieser Strecke sei der See noch viel zu flach. Gemeinderat Albin Lang befürchtete zudem die Unbenutzbarkeit durch den Kot der Wasservögel. Der Steg wird kommen. Ebenso geht ein Wunsch des Landschaftsplaners Johann Senner in Erfüllung: Er lässt im Bad den "größten Sandkasten auf der Höri" entstehen. Die Gestaltung der Außenanlagen einschließlich des Parkplatzes kostet nach letztem Stand rund 210.000 Euro. Hinzu kommen noch rund 460.000 Euro für die Gebäude. Hierbei gab es immer wieder neue Varianten der Planerin Irmhild Kalkowski: Vornehmlich ging es um einen Umbau mit Teilabriss oder einen Neubau, für den man sich dann entschied. Für die Sanierung waren 360.000 Euro geplant, der Neubau lag bei weit über 500.000 Euro und musste abgespeckt werden. Dann diskutierte man beispielsweise die Lage des Eingangs, der Terrasse oder des Müllplatzes. Anfangs waren auch nur kalte Duschen vorgesehen. Mit der Warmwasseraufbereitung durch Solarenergie konnten sich Kessler und Kalkowski nicht so recht anfreunden. Ihr Hauptgegenargument war, dass zwei geschützte Bäume die Solarzellen beschatten würden. Ein Fällen kam nicht in Frage. Doch auch hierbei trat eine Wende ein. Mit den Zellen auf dem Dach kann "zwar eingeschränkt, aber doch noch ausreichend" Energie gewonnen werden, so Kessler. Und die Bäume können bleiben.

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