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Mittwoch, den 31. Dezember 2008
Rückblick: Teure Bad-Bananen Besucheransturm im ersten Strandbad-Jahr
Öhningen (pud). Das Strandbad Öhningen gilt als das schönste Bad auf der Höri, ja am Untersee überhaupt. Dies bewiesen auch die Besucherzahlen. Bis zu 3.000 Gäste hatte das Bad an einem durchschnittlichen Wochenende zu verkraften. Die Gäste schätzen insbesondere das saubere Wasser sowie die flache Sandbucht, die besonders für Kinder zum Baden geeignet ist. Zu diesen Vorteilen kommen seit Beginn der Saison im Mai weitere Anziehungspunkte hinzu: Bis auf die DLRG-Station wurden alle Gebäude abgerissen und dafür zwei lang gezogene Bauten errichtet. "Die vereinigten Hüttenwerke gehören der Vergangenheit an", hatte Bürgermeister Andreas Schmid bei der offiziellen Eröffnung im April jubiliert. Er spielte damit auf das einstige Sammelsurium von Bauten an. Nicht irgendwie quadratisch, praktisch, gut sind sie nun geworden, sondern wie Bananen gewölbt und damit "einladend", wie Architekt Wolf A. Kramer versichert. Von vielen Seiten gelobt wird der Gastrobereich mit der großer Terrasse. Vergessen sind damit die vielen Diskussionen im Gemeinderat, ob man auf ihr auch die Abendsonne genießen kann. Vergessen sind auch die Mehrkosten für die Bananenform der Gebäude. Vergessen sind auch die immer wieder neuen Verteuerungen des Bads insgesamt. Noch vor zwei Jahren sollte es 500.000 Euro kosten. Dann explodierten die Kosten auf rund 680.000 Euro, weshalb der Gemeinderat die Notbremse zog. Er begrenzte die Ausgaben auf 620.000 Euro. Im vergangenen Juni dann die Überraschung: Rund 700.000 Euro standen nun zu Buche. Wie gesagt: Dies alles ist abgehakt. Das Bad sorgt insbesondere bei Schmid für große Freude. In der nun abgelaufenen ersten Saison liegen die Einnahmen beim Eintritt bei rund 55.000 Euro, im Vorjahr waren es "nur" 36.100 Euro. Auch der Pächter des Kioskbereichs ist laut Schmid sehr zufrieden, obgleich die Abrechnungszahlen noch nicht endgültig vorliegen. Aufgrund des großen Besucherandrangs denkt man nach, Wiesen anzupachten, um zusätzliche Parkplätze zu schaffen.
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