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Mittwoch, den 31. Dezember 2008
Alpakas auf dem Schienerberg
Öhningen (pud). Eigentlich sind sie in den südamerikanischen Anden zuhause und waren bisher auf der Höri nicht zu finden. In Deutschland leben nur schätzungsweise 2.000 Tiere dieser domestierten, höckerlosen Kamelart. Umso erstaunter ist man, drei Alpakas in Öhningen grasen zu sehen. Eine Zuchtstute und zwei Hengste fühlen sich seit kurzem bei Herbert Kaiser wohl. Für sein neues Hobby hat er einige Euro springen lassen. Die Stute kostete 3.800 Euro, ein Hengst war mit 800 Euro um einiges billiger. Auf den Sommer erwartet Dina, wie Kaiser die Stute liebevoll ruft, Nachwuchs. Doch die Zucht der Neuweltkamele mit den langgestreckten, schlanken Beinen, dem langen, dünnen Hals und dem kleinen, dreieckigen Kopf war nicht seine ursprüngliche Absicht. "Sie sind die idealen lebenden Rasenmäher und sie machen mir Spaß", gesteht Kaiser. "Sie brauchen nur täglich frisches Wasser und Streicheleinheiten", erklärt er den relativ geringen Pflegeaufwand. "Er hat sich einfach in sie verliebt", ergänzt seine Frau Walburga. Die Liebe entflammte während seiner Kur in Bad Krotzingen. Dort traf er eine Alpakazüchterin von der Schwäbischen Alb, die 30 Tiere besitzt. Er, der lieber Kamele wollte, hat sie sich angeschaut und sich sofort in sie ver-schaut. Die notwendige Schur seiner Lieblinge übernimmt im Übrigen die Kurbekanntschaft. Die Wolle ist "hochwertig", das Fleisch ist "super, weil es cholesterinarm ist", weiß Kaiser. Dazu empfiehlt er einen guten Tropfen Wein. Auch damit kann er dienen. Seit über 30 Jahren zieht er hobbymäßig eigene Reben. An den Rheinhängen wächst der Gewürztraminer und der Blaue Spätburgunder besonders gut, versichert er.
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