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* Mittwoch, den 31. Dezember 2008

Rückblick: Dix-Haus soll erhalten bleiben

Gaienhofen bemüht sich um Lösung / Land fördert we

Gaienhofen (li). 4000 Euro kommen im kommenden Jahr aus Stuttgart von der Landesstiftung, wenn im Dix-Haus in Hemmenhofen Landschaftsbilder von Otto Dix und seinen Zeitgenossen zu sehen sein werden. Dass die Künstler aus den Metropolen Probleme mit dem See und dem Licht gehabt haben, ist schon länger bekannt. Dix war beileibe kein Landschaftsmaler, doch die Brotbilder zeigen vielfach, dass er es konnte.
Dix und seine Malerkollegen, das ist ein kräftiges Pfund, mit dem die Höri seither wuchert. Das Dix-Haus ist ein Symbol für vieles, doch der Mietvertrag läuft 2014 ab. Die Gemeinde ist an der Fortführung sehr interessiert. Und Bürgermeister Uwe Eisch sieht derzeit einen silbernen Schweif am Horrizont. Mehr könne er derzeit dazu nicht sagen.

Frage: Die Thematik ist nicht ganz einfach. Wie könnte es weitergehen?

Uwe Eisch: Es geht natürlich um die Eigentumsverhältnisse im Haus. Wir sind derzeit Mieter im Haus. Es gibt eine Eigentümergemeinschaft und Bettina Dix-Pfefferkorn als Erbin. Eine Verkaufsabsicht ist signalisiert. Aber wer das Haus dann kauft, muss geklärt werden.

Frage: Das ist ja eine alte Geschichte. Man bekommt das Haus für 25 Jahre als Gedenkstätte und muss als Gemeinde dafür drei Bauplätze zur Verfügung stellen.

Eisch: Das ist ja passiert. Die drei Häuser, also die Doppelhäuser, sind gebaut worden.

Frage: Restprobleme damit gibt es aber nicht mehr?

Eisch: Das Ensemble steht, das Dix-Haus und der Garten stehen unter Denkmalschutz.

Frage:Andreas Renner war ja auch einmal engagiert für das Dix-Haus.

Eisch:Er war Vorsitzender des Vereins und ist inzwischen aus dem Verein bedingt durch seine neuen Tätigkeiten ausgeschieden. Er hatte keine Zeit mehr, um das Amt auszuführen. Sein Nachfolger Michael Kicherer macht das aber wirklich gut.

Frage: Die Homepage im Internet könnte aber auch aktualisiert werden, denn da steht im Mittelpunkt immer noch die Blumenausstellung. Wie wird sich die Gemeinde in der Zukunft hier engagieren?

Eisch: Das wird der Gemeinderat zu entscheiden haben. Wir haben aber immer wieder gesagt, dass wir dann, wenn wir durch Eigentumswechsel aus dem Vertrag herauskommen, uns auch an den Sanierungskosten beteiligen werden.

Frage: Das Dix-Haus ist natürlich eine Galionsfigur für den Höri-Tourismus. Das ist ein Werbeträger ohne Ende für Kultur in der Region.

Eisch: Wir zahlen heute 30 000 Euro Miete im Jahr für das Dix-Haus. Das ist kein Pappenstil. Uns liegt sehr viel an dem Haus. Deshalb bin ich auch sehr traurig, wenn ich den Zustand des Hauses anschaue - und wie dies auch von Eigentümerseite her vernachlässigt wird. Vor allem in den letzten Jahren sind die Vermieterpflichten hier nicht erfüllt worden. Und die Miete ist ja nicht gerade gering. Zusätzlich zur Mietezahlung können wir das Haus nicht auch noch sanieren. Das ist nicht nur Kulturgut der Gemeinde Gaienhofen sondern von ganz Deutschland.

Die Fragen stellte Hans Paul Lichtwald

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