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Mittwoch, den 31. Dezember 2008
Wirrwarr um Einkaufsmarkt Öhninger Bedenken, Freude und Sorgen beim Schiener
Gaienhofen (pud). "Verwirrend" stellt sich die Chronologie des Gaienhofener Einkaufsmarkt selbst für den Anwalt der Gemeinde dar. Fakt ist, dass ein Markt mit Arztpraxis und einer Wohnung entsteht. Fakt ist, dass mehrere Verfahrensschritte wie zum Beispiel Offenlagen durchgeführt worden sind. Fakt ist auch, dass Angrenzer diverse Einsprüche gegen das Projekt vorgebracht haben und eine Familie sogar vor Gerichte gezogen ist. Sie wehrt sich gegen die "grobe Missachtung demokratischer Spielregeln und das Verhalten der Beteiligten". So sei ihnen sogar mit der Polizei gedroht worden. Die Achillesferse des Projekts ist eine Neueinteilung des Markts und der drei angrenzenden Wohnhäusern zu einem Mischgebiet. Nach Auffassung der Gemeinde befanden sich die Häuser bis dato in einem Gebiet ohne Einstufung. Die Neueinteilung erfolgte, weil in ihrer Nähe eine Schreinerei ist, die eigentlich in ein Gewerbegebiet gehört, aber Bestandsschutz genießt. Die Hausbesitzer gehen aber von einem Wohngebiet aus. Sie befürchten nun eine Minderung der Wohnqualität und einen Wertverlust der Häuser. Sie erwarten unter anderem Störungen durch Geruch, Licht und Lärm. Man klagt auch beispielsweise wegen Form- und Verfahrensfehler, nicht korrekter Unterlagen und fehlender Informationen. Sorgen machte in Öhningen ein schon bestehender Markt. Im Januar genehmigte der Gemeinderat die Erweiterung der Lidl-Verkaufsfläche um 100 Quadratmeter auf 800 Quadratmeter. Im November durfte sich Lidl nochmals um 178 Quadratmeter vergrößern. Damit überschreitet der Markt die Größe, um in dem Mischgebiet sein zu dürfen, erheblich. Laut der Mehrheit im Gemeinderat aber hat dies keine größeren negativen Auswirkungen auf die dörfliche Infrastruktur. Anders sieht es Gemeinderat Stefan Singer. Er spricht von einer ""Salamitaktik" der Handelskette, um von Anfang an geplante Ziele zu erreichen. Stolz ist er dagegen auf die Erfolgsbilanz des Schiener Lädeles, dessen Vorstandsvorsitzender er ist. Im vergangenen, zweiten Jahr des Bestehens hat es 4.300 Euro Gewinn gemacht. Auch für dieses Jahr erwartet Singer ein kleines Plus. Doch die Rechtsform als Genossenschaft verursacht unnötig Kosten und Aufwand, beispielsweise durch die Mitglieds- und Prüfungskosten des Genossenschaftsverbands. Daher denkt man auch über eine andere Rechtsform nach. Hilfe verspricht keine Geringere als Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch, die das Lädele im August begutachtet hat. Sie will bei Genossenschaftsverbänden vorsprechen, um die Zusatzkosten zu übernehmen. Auch sieht sie möglicherweise eine Förderung durch Sparkassen oder Banken. Eine konkrete Antwort aus Stuttgart steht allerdings noch aus 
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